14 €

Tracks

1.live at umlaut festival part 2
Members
Cat #: ub003
Release: 2010-11-08
Time: 34:06

Split LP - Risser/Rühl - OBLIQ & Christof Kurzmann

 

 

 

OBLIQ + christof kurzmann

 

1. live at umlaut festival part 1

2. live at umlaut festival part 2&3

 

pierre borel - alto saxophone

derek shirley - double bass

hannes lingens - drums & objects

christof kurzmann - g3 & lloopp

 

recorded live at umlaut festival, berlin, october 9, 2009 by florian bergmann

edited by hannes lingens

 

 

risser/rühl

 

live at festival piednu

 

eve risser - prepared piano

joris rühl - clarinet

 

recorded live at festival piednu in le havre on april 3, 2010 by emmanuel lalande

mixed and mastered by ananda cherer, july-august 2010

 

 

artwork and design by nicolas lefort

 

 

Reviews

 

Schon wieder ein taufrisches Label, wieder aus Berlin, gegründet von drei Protagonisten aus dem Kosmos der improvisierten und experimentellen Musiken: Pierre Borel, Hannes Lingens & Florian Bergmann (siehe auch weiter unten). Das Kollektiv veranstaltet zudem in Berlin monatliche Konzerte sowie das Umlaut-Festival, aus dessen 2009er Ausgabe auch der Live-Mitschnitt der ersten Seite dieser Split-LP stammt. Sax, Bass, Schlagzeug, Objekte & Laptop auf niedriger Hörschwelle, zart strukturiert und mit hintergründigen Pulsschlägen versehen. Seite zwei wiederum wurde ein Jahr später beim Festival Piednu in Le Havre mitgeschnitten und dokumentiert das Klavier-Klarinetten-Duo von Eve Risser & Joris Rühl bei der Herstellung eines spannenden Klangkonzentrats. Mit großer Sorgfalt verschränken die beiden die höchsten Zwitschertöne mit zarter Pianopräparierung. Aus dieser Verschränkung entsteht eine stille, fragile Skulptur, die unaufdringlich im Raum steht, allmählich an Konturen gewinnt und gehörige Zeit nachwirkt. (felix)

freiStil, Magazin für Musik und Umgebung

Andreas Fellinger (felix)

 

 

Die split LP präsentiert auf der A-Seite die Erstbegegnung von OBLIQ & CHRISTOF KURZMANN und auf Seite B zwei Vertreter des Pariser Umlauf-Kollektivs - EVE RISSER am präparierten Piano und JORIS RÜHL an der Klarinette. OBLIQ, das sind Pierre Borel am Altosax, Derek Shirley am Kontrabass und Hannes Lingens an Drums & Objects, Kurzmann improvisiert mit Liveelektronik. 

Zu Viert nuancieren sie aufs allerfeinste die hier dröhnminimalistisch ausgeprägte Arte-Povera-Ästhetik und die Klang=Klang-Philosophie der Neuen Bescheidenheit. Lingens lässt Schmetterlinge - oder sind es Motten? - über sein Set flattern, Shirley brummt, die andern  fiepen und knabbern mausig am Hungertuch - Heilige Josefine, bitte für uns. Rühl wechselt von dünnpfiffigen zu spuckig gezogenen Klarinettenfäden, Risse federt drahtig und dongend im Innenklavier, plinkt spärliche Einzeltöne. Dann krabbelt und trampolint sie eifriger, die Klarinette reagiert ächzend, halb erdrosselt. Der Anfall dünnt wieder aus zu tröpfeligem Klingklang und gefiepten Kürzeln. Ich werde den Verdacht nicht los, dass ich mich komplett irre, wenn ich in solcher ‚Schwachheit‘ Bescheidenheit zu erkennen meine. Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark (Paulus 2 Kor 12:10) - Formel für Weltrevolutionen.

Bad Alchemy #69, Rigo Dittmann


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